Pressespiegel

21.März 2007
Vor allem auf gute Reflexe kommt es an
Ralf Reiter vermittelt die Techniken des Krav Maga Defcon, einer neuen Art der Selbstverteidigung
Krav Maga Defcon ist eine Selbstverteidigungs-Technik, die ursprünglich für die israelische Armee entwickelt wurde. In Eppelborn bietet Ralf Reiter Kurse für Erwachsene, Jugendliche und Kinder an.
Von SZ-Mitarbeiter Michael Stephan
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Sich schnell und effektiv verteidigen zu können - das erlernen, ist das Ziel bei Krav Maga Defcon Fotos: SZ |
Eppelborn. Auf lange Erklärungen verzichtet Ralf Reiter gerne. Kurz und knackig zeigt der 43-Jährige zwei Frauen, wie sie sich gegen einen Angreifer wehren können, der sie von vorne würgt. Dann sind sie auch schon selber an der Reihe, sollen das Ganze selber ausprobieren und am eigenen Leib spüren, warum eine bestimmte Technik funktioniert, eine andere aber nicht. Ralf Reiter legt bei der Ausführung keinen Wert auf einen Schönheitspreis, sondern auf die Realität. Realistischen Angriffen, wie sie auf der Straße vorkommen, etwas entgegenzusetzen, sich schnell und effektiv verteidigen zu können, das zu erlernen ist das Ziel bei Krav Maga Defcon, kurz KMD. Hinter dem martialisch klingenden Namen verbirgt sich ein Selbstverteidigungssystem, das ursprünglich für die israelischen Grenztruppen entwickelt wurde. Die Bezeichnung Krav Maga stammt dementsprechend aus dem hebräischen und bedeutet nichts anderes als Kontakt-Kampf. Die Basis des Systems bilden nach Reiters Aussage natürliche, bei jedem bereits vorhandene Reflexe. Diese müssten nicht erst langwierig eintrainiert werden und seien auch unter extremem psychischem Druck schnell abrufbar.
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Auch für den Bodenkampf gibt es spezielle Techniken |
Seit einigen Wochen gibt Ralf Reiter KMD-Unterricht in Eppelborn. Jeden Donnerstagabend und Samstagvormittag bietet der so genannte Advanced Instruktor im Zentrum für Gesundheitssport am Güterbahnhof Trainingseinheiten für Erwachsene an. Erstes Ziel ist dabei die Selbstverteidigung, aber auch auf eine entsprechende körperliche Fitness wird Wert gelegt.
Am Training darf aber längst nicht jeder teilnehmen. Ralf Reiter schaut sich die KMD-Willigen genau an, bevor er ihnen die ersten Techniken beibringt. „Ich kann schließlich nicht die Personen ausbilden, vor denen wir uns durch unsere Techniken schützen wollen", betont der Trainer. Um sicher zu gehen, verlangt er von dem einen oder anderen Kandidaten auch schon mal ein Führungszeugnis. Ein besonderes Augenmerk legt Reiter auf die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Mit aktuell rund 15 Teilnehmern zwischen sechs und zwölf Jahren trainiert der KMD-Fachmann die erste Krav-Maga-Kindergruppe in Deutschland. In dieser Krav Maga Junior Class steht zwar mit einer Mischung aus Abwehrtechniken, Kick-Boxen und Luta Livre (brasilianisches Ringen) auch Selbstverteidigung auf dem Programm. Aber auch auf Selbstbehauptung, Erkennen von Gefahren oder das Verhalten gegenüber Fremden, die einen ansprechen, wird viel Wert gelegt. „Wer einem Kind einredet, dass es sich mit irgendwelchen Techniken gegen Erwachsene behaupten kann, bringt es in Gefahr", meint Reiter. Zur zusätzlichen Motivation werden bei der Kindergruppe auch Gürtel-prüfungen abgehalten. Die Gürtelfarben - von gelb bis braun - ähneln denen bekannter Kampfsportarten wie Judo oder Karate. Werte wie Respekt vor anderen kommen ebenfalls zur Sprache. Und Möglichkeiten, wie man Aggressionen am besten aus dem Wege geht. „Denn Schlagen", so betont Ralf Reiter, „ist nur die letzte Möglichkeit sich zur Wehr zu setzen."
Weitere Infos zum Angebot gibt's direkt beim Ausbilder unter Telefon
(0179) 7061668 oder per E-Mail: info@kravmaga-saar.eu
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