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Training für unser Gehirn – Meditation

20. April 2020

Geringer Zeitaufwand für eine Verbesserung unseres Lebens

Körperlich trainieren wir hart, werden besser, sehen und erleben schnell Erfolge und erlernen neue Techniken. Aber wie trainieren wir unser Gehirn?

Wieso schwören manche Menschen auf Meditation und wieso sollte stilles Sitzen tatsächlich unser Gehirn trainieren oder gar verändern?

Wir haben uns mit dem Thema befasst und möchten mit euch unsere Informationen teilen.

Habt ihr bereits Erfahrungen mit dem Thema gemacht, oder meditiert ihr selbst regelmäßig?

Wo und wie ist Meditation möglich?

Wo?

  • Meditieren können wir prinzipiell überall. Wichtig ist jedoch, dass wir nicht gestört werden.
  • Sollten wir immer den gleichen Ort wählen, stellt sich unser Gehirn auf diesen Ort ein und bereitet sich auf die Meditation vor.
  • Ebenfalls macht es Sinn ein gleiches Kissen zu nutzen.

Wie?

  • Setzt euch bequem hin, der Schneidersitz reicht vollkommen aus (Lotussitz für Erfahrende möglich).
  • Gerne kann man sich zum Meditieren auch hinlegen, jedoch sollten wir während der Meditation nicht einschlafen.
  • Wenn wir sitzen ist es wichtig, dass unser Rücken gerade und der Kopf in eine neutrale Position gebracht wird. Der Blick nach vorne gerichtet. Gerne die Augen schließen. Wer das nicht möchte, kann seine Augen auch geöffnet lassen. Hierbei allerdings nichts anvisieren.
  • Die Arme sollten bequem auf den Schoß liegen, die Fingerhaltung ist egal.
  • Versucht an nichts zu denken.
  • Sollten Gedanken aufkommen, konzentriert euch auf eure Atmung.
  • Wenn ihr das Bedürfnis verspürt euch z.B. zu kratzen, dann könnt ihr das selbstverständlich. Versucht dennoch dem Reiz zu widerstehen und euren Fokus auf den Juckreiz zu lenken. Bei Übung sollte dieser verschwinden bzw. sich abschwächen

Wie lange sollte eine Meditation sein?

Versucht zu Anfang möglichst täglich zu meditieren. Sinnvoll ist ein Ziel von über 10 Min am Stück zu meditieren. Wichtig, am Anfang solltet ihr euch keinen Druck bzgl. der Zeit machen. Denkt an nichts und versucht eure Zeit einzuhalten. Anfangs sind wenige konzentrierte Minuten vollkommen ausreichend.

Wann zeigen sich erste Erfolge?

Der Körper muss sich erst auf die Meditation einstellen und sich daran gewöhnen. Das Gehirn kann sich nicht von heute auf morgen verändern. Erste positive Auswirkungen können sich schon nach Wochen oder aber auch erst nach Jahren zeigen. Während der Meditation erzielen wir aber eine direkte Entspannung unseres Körpers und bauen auch Stress ab.

Was bringt Meditation eigentlich?

  • Bessere Gedächtnisleistung
  • Weniger Stressempfinden und erhöhte Stressresistenz
  • Wir altern langsamer
  • Verspüren mehr Glück und negative Gedanken werden abgeschwächt
  • Wir können Emotionen besser verarbeiten
  • Können leichter Entscheidungen treffen
  • Wir leben bewusster im Hier und Jetzt und fallen nicht so häufig in Gedanken um unsere Vergangenheit oder Zukunft
  • Wir stärken unsere Konzentrationsfähigkeit und können uns besser fokussieren
  • Stärkung des Immunsystems

Wir können tatsächlich die Struktur des Gehirns verändern.

Strukturen wachsen, wenn wir sie häufig benutzen und bilden sich zurück, wenn wir sie nicht mehr benutzen (wissenschaftliche Bezeichnung Neuro-Plastizität). Die Gehirnoberfläche vergrößert sich auf Langzeit betrachtet, nachweislich.

Durch regelmäßige Meditation im Alltag verbessern wir also tatsächlich unser Leben, da wir aktiv unser Gehirn umbauen.

Wir beeinflussen und abschwächen unsere innere Stimme, die über uns urteilt und die Vergangenheit und Zukunft beurteilt bzw. bewertet. Unsere innere Stimme ist auch am ehesten verantwortlich dafür, dass wir uns durch negative Gedanken unglücklich fühlen. Wir können auf Dauer negative Gedanken besser kontrollieren und uns auf die Dinge konzentrieren, die in diesem Moment passieren.

Wieso altern wir langsamer, wenn wir regelmäßig meditieren?

Beim Altern verlieren wir nach und nach Gehirnmasse und unsere Fähigkeit logisch zu denken oder auch Probleme zu lösen. Meditation wirkt dem entgegen und macht uns somit widerstandsfähiger gegen den Alterungsprozess.

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